Implantologie

Implantate sind seit vielen Jahren eine Bereicherung des parodontologischen Behandlungsspektrums.

Ein Implantat ersetzt einen fehlenden Zahn und besteht aus mehreren Komponenten:
der Implantatkörper ist eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen eingepflanzt (implantiert) wird.

Die "Suprakonstruktion", der eigentliche Zahnersatz, ist der sichtbare Teil des Implantates.
Der Implantatkörper ist meist aus Titan, einem sehr gut verträglichen Metall (oder aus Keramik), zwischen 8 und 16 mm lang und verwächst fest mit dem Kieferknochen. Längen und Durchmesser eines Implantates werden passend zum Knochenangebot ausgewählt. Unmittelbar nach der Implantation wird der Implantatkörper mit einer Abdeckschraube vorübergehend verschlossen. Der Gingivaformer (Gingiva = Zahnfleisch) erleichtert in der Einheilungsphase das Abheilen des Zahnfleisches und formt die Gingiva in der benötigten Weise. Das Abutment (Pfosten) wird fest mit dem Implantatkörper verschraubt und bildet die Unterlage für die Krone oder den Zahnersatz.

Welchen Vorteil haben Implantate?
Implantate ersetzen fehlende Zähne und verleihen dem notwendigen Zahnersatz durch die künstliche Zahnwurzel einen festen Halt. Sie schließen einzelne Zahnlücken, ohne dass dabei (wie beim Schluss durch eine Brücke) die gesunde Zahnsubstanz der Nachbarzähne beschliffen werden muss.
Implantate reduzieren den Knochenabbau in zahnlosen Kieferabschnitten, weil sie die Kaukräfte auf den Kiefer übertragen.
Implantate können herausnehmbarem Zahnersatz einen festeren Halt verleihen.
Durch das Setzen von Implantaten wird es oft möglich, einen festsitzenden Zahnersatz zu integrieren, wo sonst nur ein herausnehmbarer Zahnersatz (Prothese) möglich wäre.

Was spricht gegen eine Implantatbehandlung?
Nicht immer ist eine Implantatbehandlung möglich. Voraussetzung ist immer eine ausreichende Dicke und Höhe des vorhandenen Kieferknochens.
Auch einige Erkrankungen können eine Behandlung mit Implantaten ausschließen: Dazu gehören eine unbehandelte Parodontitis sowie ein unbehandelter oder schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
Eine Implantatbehandlung verbietet sich auch bei bestimmten Knochenleiden, Störungen der Blutgerinnung und Wundheilung, Immunschwäche, schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen und Drogen- oder Medikamentenmissbrauch und manchmal auch bei psychischen Erkrankungen.
Gegen eine Implantatbehandlung spricht auch das Rauchen. Bei Rauchern heilen Implantate schlechter ein und lockern sich auch häufiger als bei Nichtrauchern.

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist außerdem eine gute Mundhygiene. Dabei kommt es darauf an, dass Sie die Zähne und die Implantate regelmäßig und vor allem gründlich reinigen.

Welche Vorbehandlungen sind notwendig?
Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung mit Implantaten ist eine gute Mundhygiene. Unser Praxisteam zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Mundhygiene optimieren. Bestehende Entzündungen, z. B. Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und insbesondere Parodontitis, müssen vor Implantation fachgerecht durch den Parodontologen behandelt werden.
Ein Diabetes muss behandelt und gut eingestellt sein.

Wenn Sie das Rauchen jetzt aufgeben, leisten Sie einen wichtigen zusätzlichen Beitrag für den Erfolg der Therapie.
Mitunter macht ein unzureichendes Knochenangebot zunächst eine Vorbehandlung notwendig, bei der Knochen aufgebaut ("augmentiert") wird.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg der Implantatbehandlung sind gute häusliche Mundhygiene sowie regelmäßige Kontrollbesuche in der Zahnarztpraxis, das sogenannte Recall. Bei diesen Besuchen in Abständen von ca. 3 Monaten werden Implantate, Zähne und Zahnfleisch kontrolliert und professionell gereinigt. Unsere erfahrenen Prophylaxe-Assistentinnen sind speziell für die Implantatreinigung geschult. Dabei werden insbesondere auch die Bereiche gereinigt, die Sie zu Hause nicht erreichen können. Die professionelle Implantatreinigung ist aufwändiger und dauert auch länger als die Reinigung von Zähnen.

Unzureichende häusliche Mundhygiene und fehlende professionelle Implantatreinigung in der Praxis können zu Implantatverlust führen.
Bakterien können Entzündungen auslösen.
Zunächst entsteht eine Mukositis, eine Entzündung der Schleimhaut, welche das Implantat umgibt. Die Mukositis ist die Vorstufe zur Periimplantitis (= Entzündung mit Knochenverlust um das Implantat).
Die Periimplantitis ist vergleichbar mit der Parodontitis.
Beide Erkrankungen werden von denselben Bakterien ausgelöst. Dadurch wird eine nicht behandelte Parodontitis auch zur Gefahr für ein Implantat. Periimplantitis ist die häufigste Ursache für Implantatverlust. Deshalb gehören Parodontalbehandlung, Planung und Entscheidung, ob ein Implantat gesetzt werden soll sowie die regelmäßige Nachsorge in die Verantwortung eines parodontologisch erfahrenen Zahnarztes.

Auch zur Vorbeugung und Behandlung der Periimplantitis eignet sich sehr gut die Laserbehandlung antimikrobielle Photodynamische Therapie (aPDT), mit deren Hilfe Bakterien aus den Taschen um Implantate (und Zähne) beseitigt werden können. 
www.helbo.de

Öffnungszeiten

Zahnimplantate, Implantologie, Implantate
Montag 8:30 - 12:30 und 14:30 - 18:30
Dienstag 8:30 - 12:30 und 14:30 - 18:30
Mittwoch 8:30 - 14:00
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